Das Brunnenhaus 2010/11 - Teil 1

Ein Öffnen des Wasserdruckbehälters war unumgänglich. Spannung lag in der Luft, was würde uns beim Öffnen erwarten. Schon beim Aufschrauben des Mannloches fielen uns ein großes Stück Rost entgegen.
Steter Tropfen höhlt den Stein - heißt es und auch hier war über Jahre eine Undichtheit
das Problem. Unbemerkt hatte diese Stelle durch die stendige Feuchte eine starke Korrosion verursacht. Im unteren Bereich waren tiefe Rostnarben entstanden.
Die Dichtfläche betrug nur noch ca. 30%.
Für den Mannlochdeckel bedeutete das, eine neue Fläche schaffen - der Deckel muss überdreht werden.
Die Dichtung war ebenfalls durch Korrosion stark in Mitleidenschaft gezogen.
Überrascht wurden wir von der noch relativ guten Versieglung der Oberfläche, die wir vor ca. 10 Jahren aufgebracht hatten.


Foto: Innenversieglung der Behälteroberfläche.

Im Bereich des oberen Bodens sind zwar Unterrostungen zu erkennen, aber diese sind nicht gefährlich für den Behälter. Die Sedimentab-lagerungen wurden entfernt und konnten ausgesaugt werden.
Bei der Revision der Anschluss-stutzen stellte sich der Zulauf als Sorgenkind des Behälters dar.

Dieser Sturzen wurde wahrscheinlich einmal später eingebracht, .
Es ist ein Rohr mit Außengewinde und hat einen nicht messbaren Verschleiß im Laufe der Jahre durchgemacht. Deutlich tiefe Narben im Mantel bergen ein großes Risiko des Bruches.

Hier muss zwingend durch eine Fachfirma ein neuer Stutzen eingeschweißt werden. Das ist ein erheblicher Aufwand und sollte mit einer Planung bis zur nächsten Revision vorangetrieben werden.

Die Unterwassserpumpe befand sich in der Wartung - dies wurde ebenfalls von einer Fachwerkstadt durchgeführt. Nach dieser Überprüfung und einem Probelauf im Brunnen ist sie wieder montiert und einstatzbereit.
Der Kessel wurde für die Saison 2011 konserviert und am 09.04.2011 wieder geschlossen.

Die PE-Neuverrohrung mit dem Füllen des Druckbehälters, ist zunächst der Abschluss der Wartungsarbeiten. Pünktlich zum 16.04.2011 wird das Wasser für ein Jahr wieder fließen.

Die abschließenden Arbeiten werden in der Winterperiode 2011/12 folgen.

Brunnenhaus - Übersicht  Brunnenhaus 2011/12 - Teil 2

Das Brunnenhaus 2011/12 - Teil 2

 

Herbst 2011 - Nach der Überarbeitung des Kessels durch Schleifen der Oberflächen mussten wir feststellen, dass die Unterrostungen an den Oberflächen doch wesentlich erheblicher waren, als im Vorfeld von uns angenommen.

Beim Entfernen des unlesbaren Kesselschildes wurden tiefe Rostnarben unter dem Schild entdeckt. Ein erstes Anschleifen der sichtbaren Roststellen brachte noch weitere Unterrostungen zum Vorschein.
Ein Sandstrahlen des Kessel-Innenraumes kam aus Kostengründen nicht zum Tragen.

Die Gartenfreunde Gaebler und Stelzner begannen mit der Entfernung des alten Einlaufstutzens und bereiteten für den einzubauenden Flansch das größere Stutzenloch vor.
Das Einschweißen des Stutzens fand unter der Aufsicht des Gartenfreundes Kröber statt, der dafür einen zugelassenen Kesselschweißer aus seiner Firma angeheuert hatte.
An dieser Stelle unser aller Dank.
  • flansch1

Anschließend kam der Klempner zum Einsatz, der bereits die Notreparatur nach dem Wasseranstellen 2011 getätigt hatte. Eingerostete und festsitzende Anbauteile konnten nur noch durch Erhitzen und Ausbohren entfernt werden.
Negativer Nebeneffekt - die dadurch entstandene Hitze zerstörte die Innenbeschichtung.
Mit Abschluss der Klempnerarbeiten und Einsätzen der Kälte wurde das Projekt auf 2012 vertagt. 

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Frühjahr 2012 - Es begann die Suche nach einem zu-
gelassenen Trinkwasseranstrichstoff, denn die Beschaffung des bisher verwendeten Materials war nicht mehr möglich.
Auch dieses Problem wurde gelöst und es folgte die sprichwörtliche Drecksarbeit - die teilweise Entfernung der Farbschichten durch Abstoßen und Überschleifen.

  • ph-1

Trotz Atemmaske und Maleranzug verteilte sich der Staub überall am Körper und wurde mit in die heimischen Bäder genommen. Das gesamte Pumpenhaus glich einer Wüstenlandschaft. Nach Säuberung mit Druckluft, konnten die Arbeiten für einen 2-maligen Anstrich mit  der Trinkwasserbeschichtung „Permacor“ beginnen.
Zur besseren Aushärtung haben wir den Kessel für diese Zeit beheizt.

Die Rekonstruktion der gesamten Elektrik durch Gartenfreund Keßler wurde zeitgleich in Angriff genommen. Ein Signalgeber außerhalb in grün zeigt den laufenden Betrieb an.

Anschließend wurde der Kessel wieder verschlossen und zum Befüllen vorbereitet. Endlich war es soweit! Dachten wir, aber der Druckschalter wollte nicht so wie wir. Neukauf,
das alte Model gab es nicht mehr, das Neue hatte andere Abmessungen, wieder Änderungen.

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Aber jetzt ist es soweit!
Der Behälter ist mit dem lang erhofften Wasser gefüllt.
Neu ist auch, dass über ein außen liegenden Hahn Wasser entnommen werden kann.Die Leitungen für die restlichen Nutzer sind nach außen gelgt und damit aus unserem Verantwortungs- und Wartungsbereich verbannt
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Sobald die Natur frostfrei ist, könnte der „Wasser-Marsch-Befehl“ (unverbindlich zum 14.04.2012) gegeben werden. Der genaue Termin wird natürlich rechtzeitig benannt.


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Aktuelle Arbeiten im Verein ab 2015


Nicht nur große Projekte stehen zur Abarbeitung in unserem Verein an.
Auch kleine - fast alltägliche Arbeiten wollen und müssen organisiert und durchgeführt werden.

Eine Liste der Arbeiten soll hier den Umpfang verdeutlichen.

Eine korrigierte Fassung der Liste steht demnächst online zur Verfügung.